Studienfahrt September 2016

„Lebensmitteltechniker on the Road“

Am Montagmorgen, dem 5 September, versammelten wir uns alle bei Robben Wientjes, um unsere Fahrzeuge für die Deutschlandtour entgegen zu nehmen. Nach dem das erledigt war, wurden alle Teilnehmer auf die Fahrzeuge verteilt. Die Fahrer haben ihre Instruktionen erhalten und schon ging es los.

Zuerst nahmen wir Kurs auf die Firma „Jütro“ in Jüterbog. Dort wurden wir das erste Mal mit der Feinkostherstellung in der Praxis konfrontiert. Das Unternehmen beschäftigt sich im Schwerpunkt  mit der Herstellung von Feinkostsaucen, sowie der Herstellung von Gemüsekonserven für den Einzel-,und Großhandel. Die Führung durch das Werk, hat uns einen Einblick dahin gehend gegeben, was uns nach unserer Ausbildung in etwa erwarten wird. Es wurden uns Einblicke in die Entstehung des Unternehmens gegeben, sowie deren Funktionsweise und die Unternehmensziele. Nach dem sehr informativen Rundgang durch alle Bereiche des Unternehmens, hatten wir noch eine kleine Gesprächsrunde in der noch Fragen  gestellt werden konnten.

Nach dem die Führung durch das Werk beendet war und keine Fragen mehr offen waren, machten wir uns auf den Weg nach Biedenkopf in unser Hotel, um den Tag bei einem guten Abendessen Revue passieren zu lassen und um uns auf den folgenden Tag bei der Firma „Weber“ Slicer Technik vorzubereiten.
Nach einem reichhaltigen Frühstück machten wir uns am Dienstagmorgen auf den Weg zur Firma Weber. Dort angekommen, wurden wir sehr herzlich in Empfang genommen. Der Tag startete mit einer Präsentation, bei der uns alles über die Firma nahegebracht wurde und zwar von den Anfängen bis heute. Allein schon die Präsentation hat uns alle gleichermaßen gefesselt und uns neugierig auf die Führung durch das Werk gemacht. Diese Neugierde, wurde dann am Nachmittag gestillt. Wir haben eine sehr ausführliche Führung durch das Werk erhalten, wobei uns auch die Maschinen in der Praxis vorgeführt wurden. Nachdem uns ja zuerst die Maschinen in der Präsentation am Morgen per Video gezeigt wurden, war die praktische Vorführung vor Ort natürlich ein Highlight. Nach der Ausführlichen Führung stand uns das Team von Weber noch für Fragen zur Verfügung. Anhand der viel gestellten Fragen der Teilnehmer und einer angeregten Gesprächsrunde, konnte man feststellen, dass die Betriebsbegehung ein voller Erfolg für uns alle war, sowohl für uns, als auch für die Webermitarbeiter. Ebenfalls für das Leibliche wohl war bei der Firma Weber gesorgt. Alles in allem ein „Rundum-sorglos -paket“.
Nach der Firmenbegehung ging es weiter nach Frankfurt am Main zu unserer Unterkunft. Nach dem wir alle unsere Zimmer bezogen hatten, ging es zu einem deftigen Abendessen. Natürlich war beim Abendessen die Firma Weber Gesprächsthema Nr.1, da es natürlich sein kann, dass wir nach unserer Ausbildung in den zukünftigen Betrieben mit diesen Maschinen wieder in Berührung kommen und so schon etwas Basiswissen mitbringen würden. Am nächsten Morgen ging es schon in aller Früh los, damit wir pünktlich bei Kaufland Fleisch und Wurstwaren ankommen, um dort die Werke zu besichtigen. Da es sich um zwei separate Werke handelte, einmal die Fleischverarbeitung in Möckmühl  und einmal die Wurstherstellung in Heilbronn, hatten wir an diesem Tag auch zwei Werksbesichtigungen. Es war unwahrscheinlich faszinierend, die ganzen Arbeitsabläufe in so einer Produktion einmal live gesehen zu haben und zu merken, wie wichtig organisierte Prozesse zwischen Menschen und Maschinen sind. Trotz der industriellen Herstellung, war es erstaunlich wie viel Menschen dort noch von Hand arbeiteten. Die Menge an Wurst und Fleisch die am Tag in den Werken produziert werden, haben uns alle in Staunen versetzt. Da es sich in den Bereichen um Tonnen handelte, stellten wir uns alle die Frage, „wer isst das alles?“ Wir bekamen nicht nur Einblicke in die Produktion sondern ebenfalls in die Kommissionierung von Warenanlieferung bis Auslieferung. Da wir uns den ganzen Tag bei Kaufland aufgehalten haben, war auch da für unser leibliches Wohl in Form eines sehr leckeren Mittagessens gesorgt. In der Kantine wurden die im Werk hergestellten Wurst und Fleischprodukte verarbeitet. Somit konnte man sich gleich vor Ort von der sehr guten Qualität der verarbeiteten Produkte überzeugen.
Nach dem Werksrundgang erhielten wir noch einen Vortrag über die Vita von Kaufland, sowie deren Logistiksystem. Der Vortrag war sehr informativ und hat uns gezeigt, wie weit sich der Bereich  Lebensmittelindustrie erstreckt und welche logistischen Hürden hierbei zu meistern sind. Nach dem der sehr lehrreiche Tag bei Kaufland zu Ende war, ging es erst mal weiter nach Ottobeuren in unsere Unterkunft. Beim Abendessen ging es natürlich nur um das Thema Kaufland, deren Produktion und unsere eventuelle Berufliche Zukunft in diesen Bereichen. Es wurden Eindrücke ausgetauscht und man ließ den Tag gemeinsam ausklingen, um sich mental auf das vorzubereiten, was uns am nächsten Tag erwarten sollte. Am nächsten Morgen ging es gleich nach dem Frühstück los zur nächsten Werksbesichtigung. Zum Glück war diese diesmal nicht soweit von unserer Unterkunft entfernt wie die anderen, wodurch wir morgens  einen nicht so großen Zeitdruck hatten. Das Werk, das wir als nächstes besuchten war Multivac. Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Herstellung von Verpackungsmaschinen, zur Verpackung von Lebensmitteln. Am Vormittag wurde uns die Geschichte und die Entwicklung des Unternehmens anhand einer Präsentation vorgestellt. Danach gab es eine Werksführung, in der wir erfahren haben, wie das Unternehmen  arbeitet und selbst ihre Einzelteile in Eigenproduktion herstellt. Ebenfalls betreibt die Firma Multivac ein eigenes Ausbildungs-, und Schulungszentrum, nicht nur für die langjährigen Mitarbeiter, sondern auch für die Auszubildenden im Betrieb. Nach der Führung durch das Werk, gab es erst mal ein reichhaltiges Mittagsessen in der hauseigenen Kantine, von der sich sogar einige Restaurants eine Scheibe abschneiden können. Nach der Stärkung, wurden wir dann in Gruppen aufgeteilt, da dann ein Stationsrundgang erfolgte, wo uns alle ihre Maschinen bis ins kleinste Detail erklärt und vorgeführt wurden. Ebenfalls wurden uns Erneuerungen im Bereich der Zubereitung von Lebensmitteln gezeigt, die sich während der Zubereitung im Ofen oder Kochtopf, noch in der Verpackung befinden. Nach dem Stationsrundgang stand uns das Personal von Multivac für sämtliche Fragen zur Verfügung, die natürlich in vollem Maße von der Gruppe genutzt wurden. Nach dem Besuch bei Muktivac ging es auch schon wieder zurück zu unserer Unterkunft. Dort haben wir Erfahrungen und Eindrücke ausgetauscht, die jeder bei Multivac machen konnte. Auch hier am letzten Abend fand dieser rege Austausch bei einem guten Abendessen statt. Am nächsten Morgen und mit gepackten Taschen, stand die letzte Besichtigung an. Es ging bis in die Schweiz nach Sargans zur Firma Ospelt. Die Firma Ospelt produziert Fertiggerichte und Feinkost, sowie Tiernahrung. Auch hier wurde uns die Vita des Unternehmens vorgestellt und wir bekamen eine sehr ausführliche und Informative Werksbesichtigung. Im Prinzip kann man sagen, das der Kreis sich dort geschlossen hat, da wir dort nun das Zusammenspiel der einzelnen Maschinen und Gerätschaften, die wir aus den ganzen Werken zuvor kennen lernen konnten, dort zusammen gearbeitet haben. Vom Schneiden bis hin zum Verpacken. Dieser Anblick war für uns alle natürlich sehr beindruckend, da sich unsere berufliche Zukunft in diesen Bereichen voraussichtlich wiederfinden wird.
Auch in diesem Werk, war für unseren Genuss gesorgt. Zum Mittagessen gab es Produkte aus eigenem Haus, wodurch wir uns von der hervorragenden Qualität selbst überzeugen konnten. Die Produkte waren das beste Beispiel dafür, wenn die Zusammenarbeit zwischen Mensch, Maschine und „Know how“ funktioniert. Nach der Stärkung stand uns das Personal natürlich noch für Fragen zu Verfügung. Nach dem die Führung zu Ende war, machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause. Obwohl das noch eine sehr weite Strecke war, die wir vor uns hatten, hat sich der Weg in vollen Umfang gelohnt.
Zusammenfassend kann man sagen, das die Deutschlandfahrt sehr lohnenswert war, da uns schon während unseres Studiums die Chance gegeben wurde so viele Betriebe hautnah zu erleben und kennen zu lernen. Des Weiteren konnten schon erste Kontakte geknüpft werden, sei es in beruflicher Richtung, dass der ein oder andere nun weiß in welche Richtung es für ihn gehen soll oder dahin gehend, Unterstützung bei der Erstellung des Produktes für seine Technikerarbeit zu erhalten. Wir können es den zukünftigen Technikern nur ans Herz legen, diese Technikerfahrt mit zu erleben.
Natürlich darf man die Personen nicht vergessen, die das Ganze erst ermöglicht und koordiniert haben. Unser Dank geht im höchsten Maße an Frau Westphal und an Herrn Ernst, die die Tour durch Deutschland organisiert haben. Dank ihrer jahrelangen Erfahrung und großen "Know-how" war ein reibungs- und lückenloser Ablauf möglich.

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